Mamas alternulltiver Liebling - die Stoffwindel

14:07:00 alternulltiv 0 Comments


Stoffwindeln sind kompliziert, durch das ständige Waschen wird die Umwelt genauso belastet wie durch Plastikwindeln und durch die Feuchtigkeit bekommt das Kind einen wunden Po.

Das sind Vorurteile, die ich als Schwangere gehört habe, als ich sagte, wir wollen Stoffwindeln benutzen.

Und wie ist das in Wirklichkeit? Nun, natürlich ist eine Wegwerfwindel eventuell einfacher in der Handhabung: Windel an - benutzte Windel ab - in den Mülleimer damit und WEG!
Aaaaaber WEG ist sie ja dann nicht, denn so eine Wegwerfwindel braucht 500 Jahre, um zu verrotten. Und was ist mit den ganzen Giftstoffen, die sie in der Zeit an die Umwelt abgibt. Ganz zu schweigen von den schädlichen Stoffen, die die Haut meines Babies während des Tragens abbekommt.
Und wer möchte mir da erzählen, dass das viele Waschen noch umweltschädlicher sei? Seien wir mal ganz ehrlich: Wäscht man nicht mit einem Baby und Kleinkind sowieso sehr viel?

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Und kompliziert sind sie heutzutage auch nicht mehr. Es gibt inzwischen so viele verschiedene Systeme, dass man sich eigentlich nur aussuchen muss, welches man am Bequemsten findet. Unser Lieblingssystem war z.B. das 3-in-1. Man hat eine Außenwindel aus Baumwolle, eine Innenwindel aus Wolle und eine Einlage, die man immer wieder auswechselt. Hierfür haben wir gewöhnliche Mullwindeln genommen und diese auf die entsprechende Größe gefaltet.
Klar muss auch manchmal die Innen- und Außenwindel wechseln und waschen, aber meist hat die Einlage gereicht.

Also gar nicht so kompliziert, wie das meist dargestellt wird, oder?

Und der wunde Po, was ist damit? Nun, unser Baby hatte nie einen wunden Po :D
Es ist nämlich auch so, dass die meisten wunden Babypos durch die Chemikalien in den Wegwerfwindeln ausgelöst werden, die den Po schön trocken halten. Diese ziehen zwar die Feuchtigkeit in den Gelkern in der Mitte der Windel, so dass sie sich schön trocken anfühlt, aber sie entziehen auch der Haut am sanften Babypo eine Menge Feuchtigkeit und der natürliche Schutzmantel der Haut wird geschädigt. Dadurch ist die Haut viel angreifbarer für Baktierien, die sich im warmen, dichten, klammen Klima der lang getragenen (weil trocken angefühlten) Plastikwindel natürlich gern vermehren - und tadaaaa - da ist der wunde Po!
Und dann kommt an die wunde Haut auch immer wieder Urinsäure... Autsch. Da können einem die kleinen, süßen Geschöpfe schon leid tun...
Zum Glück haben wir das wirklich vermeiden können.

Was sicherlich auch geholfen hat, dem wunden Windelpo vorzubeugen, ist Windelfrei - hier geht es nicht darum, komplett ohne Windeln auszukommen, sondern darum, mit dem Kind über seine Ausscheidung zu kommunizieren. Klingt vielleicht erstmal seltsam, aber es funktioniert. Darüber aber mehr in meinem nächsten Post...

Seit unser Sohn sechs Monate ist, mache ich übrigens auch Stoffwindelberatung und Windelfrei-Coaching. Falls ihr also Fragen habt, oder mehr erfahren wollt, schreibt mir gern persönlich: zerowastemama@web.de

Eure Erdmuthe
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